Hygienemaßnahmen

in der Schule

Stand: 18.09.2020


ab Schuljahresbeginn

8. September 2020

 

Mit Beginn der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes gelten die folgenden Regeln zur Einhaltung der Hygienevorschriften.

 

Diese Maßnahmen sollen vor allem unsere Kinder schützen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Regelungen in manchen Punkten unbequem sind oder übervorsichtig erscheinen.


Besteht eine Maskenpflicht an Schulen? 

 


  • Im Schuljahr 2020/2021 müssen bis auf Weiteres alle Personen auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – am Sitzplatz im Klassenzimmer jedoch nur dann, wenn dies in der jeweiligen Stufe des 3-Stufen-Plans ausdrücklich vorgesehen ist.
  • Für die Jahrgangsstufen 5 und höher gilt darüber hinaus in den ersten beiden Unterrichtswochen (d. h. bis einschließlich 18.09.2020) folgende Sonderregelung: Die Pflicht zum Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung besteht während dieser Zeit auch am Sitzplatz im Klassenzimmer .

Dadurch soll das Infektionsrisiko durch Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer in den ersten Schultagen so weit wie möglich minimiert werden.

Allgemein bestehen bis auf Weiteres folgende Regelungen:

Grundsätzlich gilt für alle Personen auf dem Schulgelände (Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal, Schülerinnen und Schüler, Externe) eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) oder einer anderen geeigneten textilen Barriere im Sinne einer MNB (sogenannte community masks oder Behelfsmasken, z. B. Textilmasken aus Baumwolle).

 

Diese Pflicht umfasst alle Räume und Begegnungsflächen im Schulgebäude (wie z. B. Unterrichtsräume, Fachräume, Turnhallen, Flure, Gänge, Treppenhäuser, im Sanitärbereich, beim Pausenverkauf, in der Mensa, während der Pausen und im Verwaltungsbereich) und auch im freien Schulgelände (wie z. B. Pausenhof, Sportstätten).

 

Schülerinnen und Schüler können im Regelbetrieb (Stufe 1 des Drei-Stufen-Plans bzw. auch Stufe 2 bei den Jahrgangsstufen 1 bis 4) ihre MNB abnehmen, sobald sie ihren Sitzplatz im jeweiligen Unterrichtsraum erreicht haben sowie in bestimmten Unterrichtssituationen (bspw. bei der Ausübung von Musik oder Sport); Lehrkräfte und weiteres Personal, wenn der jeweilige Arbeitsplatz erreicht ist. Zur Nahrungsaufnahme, insbesondere in den Pausenzeiten, können alle Personen ihre MNB abnehmen.

 

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Personen, für welche aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer MNB nicht möglich oder unzumutbar ist oder für welche das Abnehmen der MNB zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist. Weiterhin besteht auf Grundlage der aktuell gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Verpflichtung eine MNB zu tragen nicht für Kinder bis zu deren sechsten Geburtstag.

Das Risiko, eine andere Person über eine Tröpfcheninfektion anzustecken, kann durch das Tragen einer MNB verringert werden (Fremdschutz). Daher darf das Tragen einer MNB, eines MNS oder einer FFP2-Maske (ohne Ventil) auch außerhalb der Orte mit Maskenpflicht nicht untersagt werden. Auch beim Tragen einer MNB ist unbedingt darauf zu achten, dass die vorgegebenen Hygienevorschriften eingehalten werden.

Eine generelle Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler auch am Sitzplatz im Unterricht soll

  • ab Stufe 2 des Drei-Stufen-Plans (d. h. Sieben-Tage-Inzidenz  35 - < 50 pro 100.000 Einwohner) an den weiterführenden und beruflichen Schulen,
  • ab Stufe 3 des Drei-Stufen-Plans (d. h. Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner) an allen Schularten gelten.

 

Wie wird auf Änderungen des Infektionsgeschehens reagiert?

 

Wir wollen im Schuljahr 2020/2021 so viel Präsenzunterricht wie möglich bei bestmöglichem Infektionsschutz für alle Beteiligten durchführen. Dies bedeutet auch, dass der Schulbetrieb u. U. auch kurzfristig auf Änderungen des Infektionsgeschehens reagieren muss.

Das Kultusministerium hat daher in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium einen Drei-Stufen-Plan entwickelt. Dieser Stufenplan orientiert sich am Infektionsgeschehen im jeweiligen Kreis (Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner) und unterscheidet folgende Szenarien:

Stufe 1: Sieben-Tage-Inzidenz < 35 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

In Stufe 1 findet ein Regelbetrieb unter Beachtung besonderer Hygieneauflagen statt.

Stufe 2: Sieben-Tage-Inzidenz 35 - < 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

Ab Stufe 2 sind alle Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 5 auch am Sitzplatz im Klassenzimmer zum Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet, wenn dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann. Dies gilt nicht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4.

Stufe 3: Sieben-Tage-Inzidenz ab 50 pro 100.000 Einwohner (Maßstab Kreis):

  • Ab Stufe 3 wird der Mindestabstands von 1,5 Metern im Klassenzimmer wieder eingeführt. Dies bedeutet, dass die Klassen in aller Regel geteilt und die beiden Gruppen im wöchentlichen oder täglichen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht unterrichtet werden – es sei denn, die baulichen Gegebenheiten vor Ort lassen die Einhaltung des Mindestabstands auch bei voller Klassenstärke zu.
  • Darüber hinaus ist das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen verpflichtend.

 

Welche Maßnahmen zum Infektionsschutz werden an den Schulen umgesetzt?

 

Bei niedrigen Infektionszahlen in einem Kreis wird im regulären Klassen- und Kursverband sowie bei der Betreuung von Gruppen mit fester Zusammensetzung (z. B. im Ganztag) auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Schülerinnen und Schülern eines Klassen- bzw. Lerngruppenverbands verzichtet werden. Gleichzeitig ist Infektionsschutz für die gesamte Schulfamilie weiterhin das oberste und dringlichste Ziel. Um diesen sicherzustellen, ist die strikte Einhaltung besonderer Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen erforderlich.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Feste Gruppenbildung zur Verhinderung einer Durchmischung der Lerngruppen
  • Generelles Abstandsgebot von 1,5 m über die festen Lerngruppen hinaus, beispielsweise zwischen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften, in jahrgangsübergreifenden Gruppen, im Schulgebäude, bei Versammlungen etc.
  • Feste Sitzordnungen in den Klassen- und Kursräumen, feste Raumzuteilung wo immer möglich
  • Maskenpflicht für alle Personen auf dem Schulgelände
  • Ggfs. versetzte Pausenzeiten oder andere schulorganisatorische Maßnahmen
  • Sonderregelungen für das Verhalten im Schulhaus, im Klassenzimmer, beim Toilettengang etc.

Allgemeine Verhaltensregeln ermöglichen eine Öffnung der Schulen im Regelbetrieb bei bestmöglichem Gesundheitsschutz. Ihre Einhaltung ist daher unerlässlich. Sie werden den Eltern sowie den Schülerinnen und Schülern durch die Schulen kommuniziert.

 

Gibt es auch im kommenden Schuljahr Distanzunterricht?

 

Trotz der getroffenen Vorsichtsmaßnahmen ist nicht auszuschließen, dass Schulen aufgrund des Infektionsgeschehens vom Präsenz- in den Distanzunterricht wechseln müssen. Dies kann entweder in einem Wechselbetrieb zwischen Distanz- und Präsenzunterricht bei Erreichen der Stufe 3 des Drei-Stufen-Plans oder bei einer vollständigen Umstellung auf Distanzunterricht auf Anordnung des Gesundheitsamts hin der Fall sein.

 

Welche Rahmenbedingungen gelten für Distanzunterricht im Schuljahr 2020/2021?

 

Für den Distanzunterricht im Schuljahr 2020/2021 gilt ein Rahmenkonzept, das auf den Erfahrungen bzw. Rückmeldungen der Schulen aus dem Schuljahr 2019/2020 basiert. Das Rahmenkonzept schafft mehr Verbindlichkeit für Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigte und die Lehrkräfte. Gleichzeitig wird die Verlässlichkeit in der zeitlichen Bindung der Schülerinnen und Schüler durch klare, von der Schule vorgegebene Strukturen erhöht. Schließlich stärkt es den direkten Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern, deren Erziehungsberechtigten und den Lehrkräften.

Das Rahmenkonzept fußt auf folgenden sieben Punkten:

  • 1. Der Rahmenplan für den Distanzunterricht orientiert sich grundsätzlich am Stundenplan für den Präsenzunterricht.
  • 2. Jeder Tag beginnt mit einem (virtuellen) „Startschuss“ – z. B. mit einem „Guten-Morgen-E-Mail“ oder einer Videokonferenz.
  • 3. Die Schülerinnen und Schüler sind zur aktiven Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtet.
  • 4. Die von den Lehrkräften gestellten Arbeitsaufträge sind verbindlich.
  • 5. Mündliche Leistungsnachweise können grundsätzlich auch im Distanzunterricht durchgeführt werden.
  • 6. Die Lehrkräfte halten direkten Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern, geben ihnen regelmäßig aktiv und kontinuierlich Rückmeldung und sind für die zu festgelegten Zeiten erreichbar.
  • 7. Die für den Präsenzunterricht geplanten Brückenangebote werden auch im Distanzunterricht fortgesetzt.

 

Wie und von wem wird die Entscheidung getroffen, ob eine höhere Stufe des Stufenplans greift?

 

Die bei den Stufen genannten Schwellenwerte lösen nicht automatisch die jeweils nächsthöhere Stufe aus, sondern dienen als Orientierungshilfe für die Entscheidungsträger vor Ort. So können beispielsweise auch regionale Unterschiede in einem Landkreis – wie z. B. eine Konzentration des Infektionsgeschehens auf einzelne Gemeinden – berücksichtigt werden.

Die Entscheidung trifft das zuständige Gesundheitsamt in Abstimmung mit der Schulaufsicht.

 

 

Sind im Schuljahr 2020/2021 auch vollständige Schulschließungen möglich?

 

Ziel ist es, im Schuljahr 2020/2021 unter Berücksichtigung des regionalen bzw. lokalen Infektionsgeschehens so umfassend wie möglich Präsenzunterricht anzubieten. Die vollständige Schließung aller Schularten in einem Kreis ab einem bestimmten Inzidenzwert sieht der Drei-Stufen-Plan daher nicht vor.

Ungeachtet dessen kann das zuständige Gesundheitsamt jedoch bei einzelnen Corona-Verdachtsfällen bzw. bei bestätigten Corona-Fällen in einer Klasse bzw. an einer Schule die zeitlich befristete Einstellung des Präsenzunterrichts – je nach Situation vor Ort in der bzw. den jeweils betroffenen Klasse/n bzw. Kursen, ggf. – soweit aus Gründen des Infektionsschutzes erforderlich – auch an der gesamten Schule. In diesem Fall wird vor Ort auf Distanzunterricht umgestellt (vgl. FAQ „Gibt es auch im kommenden Schuljahr Distanzunterricht?“).

 

 

 

Welche Förderangebote gibt es für Schülerinnen und Schüler, bei denen die coronabedingten Einschränkungen zu Lern- bzw. Wissenslücken geführt haben?

 

Im Schuljahr 2020/2021 richten die bayerischen Schulen zusätzliche Förderangebote ein. Der Schwerpunkt der Angebote liegt auf den Grundlagenfächern (in der Regel sind das Deutsch, Mathematik, ggf. auch Fremdsprachen oder weitere Angebote nach Schulprofil). Ziel ist, Schülerinnen und Schülern, bei denen die coronabedingten Einschränkungen zu besonderen Lern- bzw. Wissenslücken geführt haben, einen gelingenden Start in das Schuljahr 2020/2021 zu ermöglichen. Die Angebote sind mindestens bis zu den Allerheiligenferien eingerichtet.

 

Wie ist zu verfahren, wenn ein Verdachtsfall auftritt?

 

Hinsichtlich des Vorgehens bei Auftreten von Erkältungs- bzw. respiratorischen Symptomen bei Schülerinnen und Schülern ab dem Schuljahr 2020/2021 wird derzeit in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie Vertretern der Ärzte ein Handlungsleitfaden erstellt. Dieser wird den Schulen rechtzeitig vor Unterrichtsbeginn zur Verfügung gestellt, der Hygieneplan entsprechend aktualisiert.

Im Falle einer bestätigten COVID-19-Erkrankung in einer Schulklasse oder bei einer Lehrkraft ist den Anordnungen des Gesundheitsamts Folge zu leisten. Infizierte Personen, Personen, die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen bzw. in den letzten 14 Tagen standen, oder Personen, die einer sonstigen Quarantänemaßnahme unterliegen, dürfen das Schulhaus nicht betreten.

 

 

Wie wird mit Schülerinnen und Schülern verfahren, für die das Coronavirus individuell eine besondere Risikosituation darstellt?

 

Alle Schülerinnen und Schüler sollen ihrer Schulpflicht grundsätzlich im Unterricht in der Schule nachkommen. Gleichzeitig muss ihrem Gesundheitsschutz höchster Stellenwert beigemessen werden. Aufgrund der Vielfalt der denkbaren Krankheitsbilder mit unterschiedlichen Ausprägungen kann die individuelle Risikobewertung eines Schulbesuchs vor Ort immer nur von einem Arzt vorgenommen werden, der ein entsprechendes fachärztliches Attest erstellt. Eine solche Bescheinigung gilt längstens für einen Zeitraum von 3 Monaten. Für eine längere Entbindung vom Präsenzunterricht ist eine ärztliche Neubewertung und Vorlage einer neuen Bescheinigung, die wiederum längstens 3 Monate gilt, erforderlich.

Im Falle der Befreiung von der Präsenzpflicht wegen erhöhten Risikos für eine COVID-19-Erkrankung erfüllen diese Schülerinnen und Schüler ihre Schulbesuchspflicht durch die Wahrnehmung der Angebote im Distanzunterricht.

 

 

Darf die Corona-Warn-App an Schulen verwendet werden?

 

Ein wichtiger Baustein des Gesundheitsschutzes ist auch die Corona-Warn-App der Bundesregierung. Schülerinnen und Schüler können die Warn-App nutzen. Dafür darf das Mobiltelefon im Schulgelände und auch während des Unterrichts eingeschaltet bleiben, die Geräte müssen jedoch stumm geschaltet sein und während des Unterrichts in der Schultasche verbleiben. Anderweitige außerunterrichtliche Nutzungen von Mobiltelefonen und sonstigen digitalen Speichermedien im Schulgebäude und im Schulgelände bleiben für Schülerinnen und Schüler untersagt, soweit nicht im Einzelfall die Nutzung gestattet wird. Unberührt bleiben die Bestimmungen zum Schulversuch "Private Handynutzung an Schulen".

Über die wichtigsten Fragen zu Bedeutung, Funktionsweise und Datenschutz informiert die Internetseite der Bundesregierung.