Distanzunterricht

Allgemeine Hinweise zum Distanzunterricht

ab 11. Januar 20221

Die Infektionszahlen bleiben in Bayern auf hohem Niveau und lassen den Präsenz-unterricht momentan nicht zu: Nach Beschluss des Ministerrats vom 6. Januar werden alle Schülerinnen und Schüler nach den Ferien zunächst im Distanzunterricht lernen.

 

 

Bayern geht aufgrund des weiterhin sehr dynamischen Infektionsgeschehens in einen verlängerten Lockdown: Der Ministerrat hat damit einhergehend  entschieden, dass an allen bayerischen Schulen in allen Jahrgangsstufen im Zeitraum vom 11. bis 29. Januar 2021 ausschließlich Distanzunterricht  stattfindet.

 

 

Die Schulen sind auf das Szenario des Distanzunterrichts vorbereitet und verfügen über eine große Bandbreite an digitalen Instrumenten, wie etwa Videokonferenz-Tools , wie Jitsi-Meet, eigene Schulportale, Cloud-Speicher, Web-Office-Programme und Lernplattformen wie Mebis.

 


Distanzunterricht an der Jean-Paul-Grundschule Wunsiedel

Welche Rahmenbedingungen gelten für Distanzunterricht im Schuljahr 2020/2021?

Für den Distanzunterricht im Schuljahr 2020/2021 gilt ein Rahmenkonzept, das auf den Er-fahrungen bzw. Rückmeldungen der Schulen aus dem Schuljahr 2019/2020 basiert. Das Rahmen-konzept schafft mehr Verbindlichkeit für Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigte und die Lehrkräfte. Gleichzeitig wird die Verlässlichkeit in der zeitlichen Bindung der Schülerinnen und Schüler durch klare, von der Schule vorgegebene Strukturen erhöht. Schließlich stärkt es den di-rekten Kontakt zwischen Schülerinnen und Schülern, deren Erziehungsberechtigten und den Lehr-kräften.

 

 

Das Rahmenkonzept fußt auf folgenden sieben Punkten:

 

1.    Der Rahmenplan für den Distanzunterricht orientiert sich grundsätzlich am Stundenplan für den

       Präsenzunterricht.

2.   Jeder Tag beginnt mit einem (virtuellen) „Startschuss“ – z. B. mit einem „Guten-Morgen-E-Mail“

       oder einer Videokonferenz.

3.    Die Schülerinnen und Schüler sind zur aktiven Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtet.
4.    Die von den Lehrkräften gestellten Arbeitsaufträge sind verbindlich.
5.    Mündliche Leistungsnachweise können grundsätzlich auch im Distanzunterricht durchgeführt

       werden.
6.    Die Lehrkräfte halten direkten Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schülern, geben ihnen

       regelmäßig aktiv und kontinuierlich Rückmeldung und sind für die zu festgelegten Zeiten

       erreichbar.
7.    Die für den Präsenzunterricht geplanten Brückenangebote werden auch im Distanzunterricht    

       fortgesetzt.

Ist die aktive Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtend?

Ja! Die Schülerinnen und Schüler sind zur aktiven Teilnahme am Distanzunterricht verpflichtet (vgl. Art. 56 Abs. 4 Satz 3 BayEUG).
Die aktive Teilnahme wird im Rahmen des Möglichen durch die Lehrkräfte überprüft. Gibt ein Schüler wiederholt nichts ab, gibt die betreffende Lehrkraft dies an das Klassenteam bzw. die Klassenleitung weiter. Entzieht sich ein Schüler regelmäßig der Teilnahme am Distanzunterricht, greift ein Beratungs-, Unterstützungs- bzw. Sanktionssystem der Schule. Die Erziehungsberech-tigten sind auch im Distanzunterricht verpflichtet, die Schule unverzüglich unter Angabe eines Grundes darüber zu unterrichten, wenn ihr Kind verhindert sein sollte, am Unterricht teilzunehmen (§20 Abs. 1 BaySchO). Ebenso bleiben die Anforderungen des §20 Abs. 3 BaySchO für eine Befreiung oder Beurlaubung vom Unterricht unberührt.

Sind die gestellten Arbeitsaufträge verbindlich?

Ja! Die von den Lehrkräften gestellten Arbeitsaufträge sind verbindlich.


Dazu gehören:

  • eindeutige Arbeitsaufträge
  • klare Vorgaben zum Bearbeitungszeitraum sowie zum Abgabetermin
  • unmissverständliche Unterscheidung zwischen verpflichtenden und ggf. freiwilligen Arbeitsaufträgen
  • aktive Einforderung und Kontrolle der Arbeitsaufträge durch die Lehrkraft

Was ist "Digitaler Unterricht nach Regelstundenplan"?

Ablauf „Digitaler Unterricht nach Regelstundenplan“
Die Fächer der Stundentafel werden grundsätzlich auch im Distanzunterricht unterrichtet. Ist ein Fach an einem Tag im Stundenplan für den Präsenzunterricht vorgesehen, wird es an diesem Tag auch im Distanzunterricht in Erscheinung treten. Je nach Möglichkeiten kann dies bspw. erfolgen

  • durch einen zu bearbeitenden Arbeitsauftrag ,
  • durch die Übermittlung einer Rückmeldung zu einem erledigten Arbeitsauftrag,
  • ggf. in Form einer Videokonferenz,
  • durch eine entsprechende fächerverbindende, epochale oder projektorientierte Vorgehensweise,
  • durch das Angebot einer Sprechstunde mit der Lehrkraft, in der fachliche Fragen beantwortet werden, etc.

Je nach Jahrgangsstufe kann der Arbeitsauftrag auch mehrere Unterrichtsstunden umfassen oder in Form eines Wochenplanes bereitgestellt werden.

 

Die Lehrkräfte gestalten den Distanzunterricht in eigenständiger pädagogischer Verantwortung. Dabei Stimmen sie die Unterrichtsinhalte und die Unterrichtsform auf ihre jeweilige Klassengruppe ab. Der Distanzunterricht erfolgt in digitaler und analoger Form. Die konkrete Umsetzung des Dis-tanzunterrichts kann zwischen einzelnen Klassen variieren.

Können im Distanzunterricht Leistungsnachweise durchgeführt werden?

Schriftliche Leistungsnachweise (z. B. Probearbeiten, Schulaufgaben, Stegreifaufgaben) werden grundsätzlich im Präsenzunterricht erbracht.

Mündliche Leistungsnachweise können dagegen im Distanzunterricht – abhängig von den Voraus-setzungen vor Ort (bspw. technische Möglichkeiten, Alter der Schülerinnen und Schüler etc.) – durchaus erbracht werden. Dafür sind vor allem die folgenden Formate geeignet:

  • Referate, Kurzreferate
  • Rechenschaftsablagen, mündliche Leistungserhebungen
  • Vorstellen von Arbeitsergebnissen
  • Unterrichtsbeiträge (z. B. im Rahmen einer Videokonferenz)

Auch Formen kompetenzorientierter Aufgaben wie Portfolio-Arbeit, Ergebnisse von Projektarbeit etc. können für eine Leistungserhebung geeignet sein.

Dürfen im Distanzunterricht behandelte Inhalte Gegenstand von Leistungsnachweisen sein?

Laut § 19 Abs. 4 Satz 1 der Bayerischen Schulordnung ist Distanzunterricht Unterricht, der in räumlicher Trennung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern stattfindet.

Sowohl die im Präsenz- als auch die im Distanzunterricht erarbeiteten Inhalte sind Bestandteil der geltenden Lehrpläne. Wurden sie hinreichend behandelt, können sie damit auch Teil von Leistungs-erhebungen sein.

Welche Förderangebote gibt es für Schülerinnen und Schüler, bei denen die coronabedingten Einschränkungen zu Lern- bzw. Wissenslücken geführt haben?

Im Schuljahr 2020/2021 richten die bayerischen Schulen zusätzliche Förderangebote ein. Der Schwerpunkt der Angebote liegt auf den Grundlagenfächern (in der Regel sind dies Deutsch, Mathematik, ggf. auch Fremdsprachen oder weitere Angebote nach Schulprofil). Ziel ist, dass Schü-lerinnen und Schülern coronabedingte Lern- bzw. Wissenslücken schließen können. Die seit Schul-jahresbeginn bestehenden Angebote sollen auch nach Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts im zweiten Halbjahr fortgeführt werden.